Aktuelles im NABU-Bezirk Gäu-Nordschwarzwald


Rettet die Bienen

Unterschriftensammlung zum Volksbegehren in BW hat begonnen!

 

Bezirk Gäu-Nordschwarzwald - „Die Inventur der bedrohten Tier- und Pflanzenarten ist dramatisch: In Baden-Württemberg gelten mehr als ein Drittel der etwa 50.000 vorkommenden Arten als bedroht. Fast die Hälfte der 460 Wildbienenarten im Land ist akut gefährdet. Binnen 30 Jahren ist die Zahl der Vogelbrutpaare am Bodensee um ein Viertel gesunken. Wir alle sind in der Pflicht, den nachfolgenden Generationen eine lebendige, gesunde Natur zu hinterlassen und das Artensterben einzudämmen. Dafür müssen wir jetzt handeln“, sagt Markus Pagel, NABU bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald. „Deshalb stehen wir hier, machen uns sichtbar und laut. Dafür sammeln wir Unterschriften.“

Unterschriftensammlung läuft bis zum 23.März 2020

Das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ sammelt, gemeinsam mit einem Netzwerk an ehrenamtlich Aktiven, vom 24. September 2019 bis 23. März 2020 Unterschriften von Wahlberechtigen in ganz Baden-Württemberg.

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Überblick:

 

 

·        Was: Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“: ca. 770.000 Unterschriften sind erforderlich. Träger sind Umweltschützer/-innen, Landwirtschaftsverbände, Verbraucherorganisationen, sozialen Bewegungen und nachhaltige Unternehmen gemeinsam. Von proBiene - Freies Institut für ökologische Bienenhaltung initiiert, wird es zusätzlich getragen von BUND BW, NABU BW, ÖDP BW, Slow Food Deutschland, Demeter BW, Naturland BW, AbL BW, Fridays for Future BW, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall, Naturata, GLS-Bank und Waschbär.

 

 

·        Wer: Unterschreiben kann, wer mindestens 18 Jahre alt ist, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und den Hauptwohnsitz seit drei Monaten in Baden-Württemberg hat.

Forderungen: Mit dem Volksbegehren wird die Landesregierung aufgefordert, die Artenvielfalt in

Baden-Württemberg per Gesetz verbindlich zu schützen. Kernziel ist eine Agrarwende hin zu einer ökologischen Landwirtschaft und eine bessere Förderung nachhaltiger Arbeitsweisen. Inhalte des Volksbegehrens sind eine Halbierung der Pestizidmenge bis 2025, der Ausbau der Öko-Landwirtschaft auf 50 Prozent bis 2035, eine Umstellung der staatlichen Landwirtschaftsbetriebe auf Öko-Anbau, das Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten sowie der bessere Schutz von Streuobstflächen.

 

 Weitere Infos: www.volksbegehren-artenschutz.de

Gesetzestext: Unter www.volksbegehren-artenschutz.de/forderungen liegt der Gesetzestext als pdf bereit sowie Erläuterungen dazu

 

Unterschriftenliste: www.volksbegehren-artenschutz.de/mitwirken·

Kontakt: NABU Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald

oder auch bei ProBiene direkt: Sven Prange, sven.prange@probiene.de, Tel. 0711.40 79 92-30

 

 

 


Aktiv für Kammmolch und Laubfrosch

hpe unterstützt eine Aktion des NABU

20.09.2019 - NABU Steinenbronn-Waldenbuch: Bereits zum virten Mal unterstützt die Firma hpe die Aktivitäten des NABU.

Bei herrlichem Wetter wurden drei Teiche im Wald bei Neuweiler, Kreis Böblingen, von überhandnehmender Beschattung befreit, um den Lebensraum für Kammmolch und Laubfrosch zu verbessern. Dr. Thomas Bamann (NABU Steinenbronn-Waldenbuch) gab zu Beginn eine fachkundige Einführung in die Lebensweise dieser Amphibienarten und deren Ansprüche an den Lebensraum. Gemeinsam wurden die Teiche von umgebenden Geholzen befreit, sodass die Wasserfläche wieder mehr Sonne abbekommt und so vor allem den juvenilen Stadien dieser Arten bessere Bedingungen bietet. Das Gesamtkonzept 'Vernetzung der Amphibienpopulationen im Großraum Böblingen / Steinenbronn / Waldenbuch' wurde vom NABU Steinenbronn/Waldenbuch entworfen und seit ein paar Jahren schrittweise mit großem Erfolg umgesetzt. Dank auch der Forstverwaltung, die dieses Vorhaben tatkräftig und mit Werkzeug unterstützt hat.


Schwalbenplakette wirklich verdient

Familie Stemmer freut sich jedes jahr über die Vögel, die den Sommer bringen

Horb - Dettensee:  Markus Pagel vom NABU Bezirk Gäu-Nordschwarzwald und Eckhard Kiefer vom NABU Horb freuten sich mit, als sie der Familie Stemmer die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ überreichen konnten.

Seit etwa fünf Jahren brüten Mehlschwalben an ihrem Haus, sie konnten alle ihre Nester sogar selbst bauen. Dies ist schon einmal eine große Ausnahme, oft fehlt den Schwalben dazu das feuchte Nistmaterial. Anscheinend ist die Welt hierfür in Dettensee noch in Ordnung. Das Ehepaar Stemmer freut sich jedenfalls, zusammen mit ihren drei Söhnen, darüber, dass von etwa April bis Oktober Leben an ihrem Haus herrscht. Schon morgens sind sie ums Haus zu hören. Bei der Übergabe der Plakette konnten immer wieder anfliegende Schwalben beobachtet werden, die ihre zweite Brut fütterten. Insgesamt brüten hier acht Mehlschwalbenpaare, Tendenz steigend. Meist erscheinen die Schwalben im April, mit dem Brüten wird es dann Mai. Im Nest sind dann drei bis fünf Jungtiere, die von den wendigen Mehlschwalben mit Fluginsekten gefüttert werden. Ihren Namen hat diese Schwalbe von ihrer weißen Bauchseite, so als ob sie in Mehl gebadet hätte.  Die Hinterlassenschaften der Schwalben muss die Familie entsorgen, was ohne Murren geschieht.


Erster Outdoor-Erste-Hilfe Kurs fand statt

Die Kooperation zwischen der Johanniter-Unfallhilfe und dem NABU trägt Früchte: Der erste 'Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs' speziell für die typischen Gefahren der NABU Aktivitäten fand am 20.07 bei Horb statt. Sabine Friedrich und Stefan Hager von der JUH erläuterten und demonstrierten auf kurzweilige Weise den 11 NABU-Aktiven die fachgerechte Erste Hilfe bei Schnittverletzungen, allergischen Anfällen, Verstauchungen, Hitzschlag und anderen typischen Outdoor-Problemen. Auf die optimale Ausrüstung vor Ort und auch das Problem der Standortbestimmung in freiem Gelände wurde hingewiesen. Auch wenn diese Kenntnisse mögllichst nicht angewendet werden müssen, waren doch alle Teilnehmer am Ende sehr froh, die Tipps und Kniffe einmal praktisch durchgespielt zu haben.


Wildbienen in unseren Gärten - oder wie man sie anlocken kann

Holzbiene - eine der ersten Bienen im Frühling
Holzbiene - eine der ersten Bienen im Frühling

Wildbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern in unseren Ökosystemen, aber sie sind gefährdet.

Mit einer kleinen Vortragsreihe möchte der NABU dieses Thema angehen und Informationen wie auch praktische Handlungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld aufdecken.

 

Die Anwendung von Pestiziden, intensiver Agrarwirtschaft und der Fragmentierung der Lebensräume führen zu einem Rückgang der Artenvielfalt der Wildbienen. Mit einem vielfältigen Nahrungsangebot und Nistmöglichkeiten können die Wildbienen auch in unseren Gärten gefördert werden und jeder kann somit einen kleinen Teil zur Arterhaltung beitragen.

 

Nächster Vortrag:

Do. 28.03.2019, 19.30 Uhr im Hotel Adler in Asperg - Eintritt frei!

 


Krötenwanderung hat begonnen!

21.03.2019 - Mit den ersten nicht mehr so kalten Nächten (ab ca. 8°C), beginnen zahlreiche Amphibien wieder ihre Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Die meinsten Arten sind hierbei sehr standorttreu und wandern stets zu dem Gewässer, in den sie einstmals selbst aus dem Ei schlüpften - eine starke Heimatverbundenheit! Leider sind viele Wanderwege unserer Frösche, Kröten und Schwanzlurche heute durch Straßen und Wege zerschnitten, sodass viele Individuen auf dem Weg zum Gewässer den Tod finden - durch direktes Überfahren oder auch durch die starken Luftdruckschwankungen, die der vorbei rasende Verkehr verursacht.

Wenn Sie unseren Erdkröten, Bergmolchen und anderen Amphibien helfen wollen und bereit sind, hierfür auch mal früher aufzustehen - freuen wir uns sehr über Ihren Anruf! Gerne schauen wir nach, ob in Ihrer Nähe eine Amphibienwanderstreche Ihre Hilfe benötigt!


neuer NABU-Newsletter für Aktive - jetzt abonieren!

Einmal monatlich informiert Sie der NABU Baden-Württemberg über folgende Themen:

- Spannende Berichte aus regionalen Naturschutzprojekten des Landesverbands

 

- Aufrufe zu Mitmachaktionen und Unterstützungsmöglichkeiten

 

- Viele praktische Tipps rund um den Naturschutz

 

Bleiben Sie auf dem Laufenden und melden Sie sich an: www.NABU-BW.de/newsletter

 


"Wir haben es satt“-Kundgebung in Tübingen

Foto: Frank Handel, NABU
Foto: Frank Handel, NABU

19.01.2019- Wir beteiligten wir uns - mit vielen anderen Gruppen an der Demo für eine Zukunftsfähige Landwirtschaft! Mit über 2500 Menschen sind wir parallel zur großen Demo in Berlin auch in Tübingen für gesunden Boden und Biodiversität auf die Straße gegangen.

 

Hier ein Auszug aus dem Aufruf der Organisatoren:

Wir müssen diese Verantwortung spüren und alle gemeinsam Sorge dafür tragen! Deshalb fordern wir:

  • Eine Agrarpolitik für eine zukunftsfähige Landwirtschaft statt Lobbyismus und Subventionen für die Agrarindustrie!
  • Ernährung in Verantwortung statt Billigfraß!
  • Gesunde Lebensmittel für alle statt Hunger, Nahrungsmittelspekulation und Patentierung von Pflanzen und Tieren!
  • Humusaufbau statt Erosion!
  • Erhalt von Acker- und Grünlandflächen anstatt Flächenfraß!
  • Förderung einer artenreichen Kulturlandschaft statt Monokulturen!
  • Belebung des ländlichen Raums und Stärkung regionaler Märkte statt Ausrichtung auf den Weltmarkt!
  • Biodiversität statt Gentechnik und Pestizide!
  • Artgerechte Tierhaltung statt qualvoller Massentierhaltung!
  • Faire Preise und Löhne statt Ausbeutung und Überarbeitung der Landwirt*innen!
  • Agrarkultur statt Industrialisierung und Monopolisierung!

Fotokurs 'Herbststimmung im Monbachtal'

am 28.10. im Monbachtal - mit Peter Liebthal

Herbstlaub im Wasserfall, Foto: A. Reiter
Herbstlaub im Wasserfall, Foto: A. Reiter

Goldener Herbst im regnerischen Monbachtal

 

14.11.2018 -Das wildromantische Monbachtal im Schwarzwald mit seinen moosbewachsenen Steinen und Baumstämmen ist ein landschaftliches Kleinod ersten Ranges. Uns bot es viele Fotomotive: Bach- und Waldansichten, fließendes Wasser sowie einzelne Bäume und Felsen. Die Farben des Herbstes wurden durch den Regen sehr stark hervorgehoben. Die Teilnehmern waren trotz des Dauerregens fasziniert!

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer planen bereits wieder eine weitere Fotoexkursion im Frühjahr. Dann wird es wahrscheinlich um Makrofotografie von Pflanzen gehen. Wer Interesse an diesem Kurs hat, darf sich gerne bereits heute melden.

Weitere Infos und Anmeldung unter: Bezirk-GN@NABU-BW.de

 

All diese Bilder sind während des Fotokurses am 28.10.2018 im Monbachtal von den

Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgenommen worden. 


Film zu Interkulturellen Lotsen ist online!

Horb, 02.08.2018 - Über den Ausbildungsgang zum Interkulturellen Lotsen wurde ein Film gedreht, der nun online ist. Weitre Infos zum Projekt und den ganzen Film gibt's hier!


Einführung in die Natur- und Landschaftsfotografie

am 15.09. im Schwarzwald

Morgenstimmung im Donautal, Foto: L. Schlegel
Morgenstimmung im Donautal, Foto: L. Schlegel

Ein Fotokurs mit dem Natur- und Landschaftsfotografen Peter Liebthal

www.peterliebthalnaturfotografie.de

 

Horb, 05.07.2018 - Sie fotografieren gerne in der Natur und wollen bessere Bilder machen? Sie wollen Landschaften fesselnd abbilden und auch Details gekonnt in Szene setzen?

 Unser Kurs richtet sich an fotografische Anfänger und Fortgeschrittene, die die Möglichkeiten ihrer Spiegelreflex- oder Systemkamera ausnutzen wollen.

 Am Vormittag werden bei einem Fotowalk auf dem Schliffkopf und dem Lotharpfad sowohl die fotografischen Grundlagen als auch wesentliche Elemente der Bildgestaltung behandelt. Nach der Mittagspause werden die Bilder im Raum besprochen und die fotografischen Grundlagen weiter vertieft.  Sofern gewünscht, wird auch auf Themen der Bildbearbeitung eingegangen.

 

Spiegelreflex- oder Systemkamera mit vollen Akkus und leerer Speicherkarte sind mitzubringen. Zusätzlich noch das Handbuch der Kamera, sofern wir zur Bedienung etwas nachschlagen müssen. Objekte mit Brennweiten vom Weitwinkel bis zum Tele und gerne auch ein Makroobjektiv, soweit vorhanden. Ein Stativ ist immer empfehlenswert. Ein Laptop für die Bildbesprechung ist nicht erforderlich, kann aber gerne mitgebracht werden. Beamer und große Leinwand stehen zur Verfügung.

 

Der Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt und es wird eine Gebühr von 20,- Euro erhoben. Anmeldungen sind ab sofort per Mail möglich.


Der Landschaftsrahmenplan Nordschwarzwald

Die Grundlage für den Naturschutz und die Landschaftspflege wurde neu erstellt

Horb, 01.02.2018 - Der 'LRP' ist das einzige vorgeschriebene Planwerk, das die Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege räumlich verortet.

Der vorgelegte Entwurf ist mehr als umfangreich: Eine ausgesprochene Fleißarbeit der beiden Planungsbüros!

Entscheidend wird indes die Umsetzung des LRP in konkretes Handeln sein. Tun und manchmal auch Nicht-Tun werden über die Zukunft der Landschaften in der Region entscheiden. Wir wünschen uns einen LRP dessen Ziele auch umgesetzt werden, einen LRP der Wirkung entfaltet!

Diese Umsetzung kann nur gelingen, wenn alle „Akteure in der Landschaft“ sich angesprochen fühlen und sich im umfangreichen Planwerk auch schnell zurecht finden. 

Ein erfolgreicher LRP muss zugleich ökologisch-gestalterische Grundlage für die gleiche Planungsebene (Regionalverband) und für die in der Landschaft handelnden Stellen sein.  Ohne deren Akzeptanz und den Willen den LRP mit Leben zu füllen wird seine Wirkung „überschaubar“ sein. Um diese aspekte -und noch andere Mahr- in den Planungsprozess einzubringen, haben wir eine Arbeitsgruppe 'LNV Nordschwarzwald' gegründet und eine umfangreiche Stellungnahme zum Verfahren abgegeben.

 

Den vollständigen Text können Sie hier lesen:

 

Download
Stellungnahme des LNV-Arbeitskreis Nordschwarzwald zum Entwurf des LRP
LNV-StNa-Etnwurf LRP Norschwarzwald-31.0
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Korridoruntersuchung Schwäbische Alb

Projekt 'Grünes Wegenetz' der NAJU Baden-Württemberg

Horb, 21.12.2017 - Die NAJU Baden-Württemberg bearbeitet mit dem Projekt 'Grünes Wegenetz' das Thema Wildtierkorridore und möchte damit vor allem jugendliche Studierende ansprechen und deren Interesse an diesem Thema fördern.

Die nächste Veranstaltung vom Grünen Wegenetz ist fertig geplant, die zweite Korridoruntersuchung auf der Schwäbischen Alb startet bereits im Januar.

Mehr Infos im angehängten Flyer oder unter

www.naju-bw.de/gruenes-wegenetz/ak2


Ausbildung zum 'Interkulturellen Lotsen'

Horb, 14.10.2017 - Gemeinsam mit der ev. akademie Bad Boll und der Johanniter Unfallhilfe (JUH) hat der NABU Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald das Projekt 'Ausbildung interkultureller Lotsen' im Auftrag des NABU Landesverbandes gestartet. Durch gezielte Weiterbildungs-maßnahmen sollen Aktive von der JUH und des NABU zum Thema 'Interkulturalität' geschult werden und dadurch ein Einbinden der zu uns geflüchteten Menschen in unsere Verbände begleiten können. Die Schulungen mit hervorragenden Referenten in der ev. Akademie in Bad Boll werden vom Bundesprogramm 'Bildung durch Teilhabe' finanziell unterstützt. Weitere Info siehe hier.


Pflanzenbestimmung intensiv

Kurs zum dichotomen Bestimmungsschlüssel nach Schmeil-Fitschen

Eutingen, 15.07.2017 - Die Pflanzenwelt zu durchschauen, die Familien auseinanderzuhalten und einzelne Arten sicher zu bestimmen ist eine spannende aber auch umfangreiche Aufgabe - das erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminares des NABU Gäu-Nordschwarzwald. Nicola Lechner, Botanikerin aus Tübingen, führte gekonnt in einige häufige Pflanzenfamilien ein und verdeutlichte an etlichen Beispielen vor Ort deren Unterschiede.

Die Sauergräser, Süßgräser, die Korbblütengewächse, die Schmetterlingsblütler und viele andere Familien wurden genau betrachtet, verglichen und die unterschiedlichen Merkmale deutlich herausgearbeitet.

Den Zusammenhang von Standort, seinen abiotischen Eigenschaften und der Pflanzengesellschaft die auf ihm wächst wurde an einem Trockenrasen verdeutlicht. Dass die reichhaltige Pflanzenwelt direkte Auswirkungen auf die Insekten hat, konnte anhand der mannigfaltig flatternden Schmetterlinge klar erkannt werden.

Die Anwendung des wissenschaftlichen Bestimmungsschlüssel nach Schmeil-Fitschen war durch die Vorarbeit dann erleichtert, aber noch lange nicht einfach - da waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. Ein Folgeseminar im nächsten Jahr wurde einstimmig gewünscht - ein schöner Erfolg für die Botanikerin!


Lebensraumverbund - Austausch von Forschung, Lehre und Naturschutz

Rottenburg, 19.5.2017 - Vertreter von Forschung, Forstwirtschaft und angewandtem Naturschutz vernetzten sich bei einem Workshop zum Thema „Lebensraumverbund“ an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg. Dabei diskutierten unter anderen Wildtierforscher Martin Strein (FVA) und Biologin Sabine Geißler-Strobel (IAN) die Chancen und Risiken in der Umsetzung des Generalwildwegeplans für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg.

 Den ausführlichen Bericht zum Workshop gibt's hier.


100 neue Wohnungen im Waldachtal verteilt

NABU Waldachtal freut sich über rege Nachfrage nach Nisthilfen

Waldachtal, März 2017 - Über die riesige Nachfrage nach Nisthilfen für Meisen und Klaiber freut sich der NABU sehr! Am Samstag, den 11.03. wurde die vorbestellten Nistkästen an die zukünftigen 'Vermieter' verteilt. Jeder Kasten wurde vom NABU stark bezuschusst und verbilligt abgegeben. Mit dazu gab es eine Anleitung zum richtigen Umgang mit dem Kasten und den Vögeln darin. Ursprünglich war die Aktion auf 100 Nisthilfen beschränkt, wurde aber aufgrund der hohen Nachfrage auf 120 erhöht.


Erstes Seminar zum 'Grünen Wegenetz'

Das Projekt 'Grünes Wegenetz' der NAJU Baden-Württemberg möchte bei Studierenden einschlägiger Fachrichtungen das Thema Biotopverbund stärker verankern. Diese Zielgruppe, die in naher Zukunft unsere Landschaft be- und überplant, bekommt hier die Möglichkeit, bereits während der Ausbildung viel praktische Erfahrung zu sammeln mit eigenen kleinen Projekten oder in Seminaren rund um das Thema. Der NABU Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald begrüße das NAJU Projekt und unterstützt es gerne mit Rat und Tat! Interessierte Studenten, die sich hier gerne engagieren möchten, finden in diesem Projekt ideale Voraussetzungen, um hier effektiv und erfolgreich etwas zu bewegen und gleichzeitig neue Eindrücke zu bekommen. Auch Semester- und andere Arbeiten sind im Rahmen dieses Projektes möglich. Weitere Infos gibt es bei der NAJU BW!

 

Ein Wochenend-Seminar hat bereits Anfang März in Leonberg stattgefunden. Drei Tage lang wurde das Thema 'Grünbrücken - und deren Monitoring' behandelt.


Unsere Position zur Hermann-Hesse-Bahn

Das naturschutzrechtlich problematische Projekt der Hermann-Hesse-Bahn, die Calw mit dem Großraum Stuttgart verbinden soll, begleitet der NABU seit Jahren kritisch konstruktiv. Die NABU Gruppe Calw und Umgebung hat nun den aktuellen Stand und unsere Position zusammengefasst und verständlich beschrieben.

Lesen Sie den offenen Brief zur Hermann-Hesse-Bahn hier!


Durchlassmonitoring an der A81 fertiggestellt

Die A81 stellt eine starke Wanderbarriere für die meisten Tierarten dar. Diese lange befürchtete Vermutung wurde in den Jahren 2015 und 2016 mit Unterstützung zahlreicher Schüler und NABU-Gruppen im Bereich zwischen Horb und Böblingen untersucht. Die Vermutung hat sich leider bestätigt: Nur wenige Tiere schaffen es, die stark befahrene und breite Autobahn zu über- oder auch unterqueren. Der Abschlussbericht dieser umfangreichen Untersuchung liegt nun als PDF zum Download vor.


Landschaftspflegetag in Horb gemeinsam mit dem LEV Freudenstadt und der Stadt Horb

Am Samstag, den 05.11.2016 ging's rund in der 'Froschlache'

Trotz der kalten und regenreichen Witterung haben zahlreiche Aktive, darunter auch Herr Peter Rosenberger, OB von Horb, und Peter Heffner vom Landschaftserhaltungsverband Kreis Freudenstadt mitgeholfen, den artenreichen Halbtrockenrasen im FFH-Gebiet Horber Neckarhänge auszudehnen. Der Gehölzschnitt wurde vor Ort gehäckselt und ergab die stolze Menge von 12 cbm Hackschnitzel, die in der Hackschnitzelanlage der Stadt Horb termisch verwertet wurden. Eine Runde Sache!


NABU-Landschaftspflegezentrum eröffnet

Der neugebaute Ziegenstall des NABU Eutingen, mit angeschlossenem Wirtschaftsteil, wurde am 16.10.2016 feierlich eröffnet. Neben zahlreichen Festrednern übergab Uwe Prietzel für den NABU Landesverband das traditionelle Salz an Eberhard Kläger vom NABU Eutingen für die Bewohner des neuen Hauses: Ein Salzleckstein für die Ziegen!

Neben den beiden gab es noch einige andere Festredner, die dem Gebäude und der NABU-Gruppe viel Erfolg wünschten. Eberhard Kläger und auch Egbert Badey bedankten sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die seit rund vier Monaten viele Stunden an dem imposanten Gebäude mitgewirkt haben. Ohne die breite Unterstützung der vielen Helfer, wäre das Projekt nicht zu stemmen gewesen!

Die zahlreichen Festgäste wurden mit traditionellen Linsen und Spätzle und  einem riesigen Kuchen-Buffet verwöhnt.

Mehr Infos zum NABU Eutingen hier!


Lebensraumkorridor unter der A81 geschaffen

Hailfingen, 09/2016: Seit zwei Jahren beobachten wir gemeinsam mit mehreren Schulklassen 10 Stellen, an denen unsere heimischen Tiere die Autobahn 81, die BW in eine Ost- und Westhälfte teilt, queren können.

Die Ergebnisse sind traurig: Die Autobahn stellt eine große Barriere für die meisten Tierarten dar, nur wenige schaffen es, eine Brücke über oder eine Röhre unter der Autobahn zu nutzen.

Um die Chancen auf Querung zu vergrößern haben wir eine Feldwegunterführung nahe Heilfingen mit tatkräftiger Unterstützung der Autobahnmeisterei Herrenberg und finanzieller Unterstützung des  Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg umgestaltet. Der ehemals vorhandene Grobschotter wurde durch feineren und bindigeren Siebschutt ausgetauscht, der deutlich besser angenommen wird von Reh, Fuchs und Hase, der Rand zur Fahrbahn wurde mit Holzstämmen abgeriegelt, die ein Überfahren des feinen Materials verhindern sollen und entlang des Weges wurden mehrere Versteckmöglichkeiten für Kleinsäuger eingebaut.  Die beiden Tunnelportale werden zukünftig nicht mehr streng intensiv gepflegt, sodass sich etwas 'Grün' entwickeln kann, das vielen Arten als 'Trittstein' auf dem Weg durch den Tunnel dienen kann. Nach der Eingewöhnungsphase soll der Durchlass erneut kontrolliert werden, um die Akzeptanz der Maßnahmen zu dokumentieren.

 

Weiter Infos zum Projekt gibt's hier.


BNE-Aktionstipps fertiggestellt!

Der NABU Bezirksverband beschäftigte sich in den Jahren 2013 und 2014 intensiv mit dem Thema 'BNE' und entwarf gemeinsam mit anderen Partnern 20 Aktionsideen für Familiengruppen, die allesamt eine umfassendere Sichtweise auf das jeweilige Thema bilden sollen. Schwerpunkt der 'BNE' ist stets, die Folgen des eigenen Handels abschätzen zu lernen und daraus überlegte und bewusste Entscheidungen zu treffen. Die abschließende Veröffentlichung zu diesem Projekt liegt nun vor und ist hier zu bekommen!

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Nachhaltigkeit lernen rund um's Jahr - 20 Aktionstionstipps für die ganze Familie
BNE-Aktionstipps_Familie.pdf
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