Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Familiengruppen

Gemeinsames Projekt mit dem NABU Kreisverband Esslingen, der PH Ludwigsburg und dem NABU Landesverband

Bild: NABU, T. Zingann
Bild: NABU, T. Zingann

Bildung für nachhaltige Entwicklung - derzeit in aller Munde. Die UN hat sogar eine eigene Dekade dazu ausgerufen! Der NABU Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald erarbeitet gemeinsam mit weiteren Partnern Aktionstipps für Familiengruppen, um dieses Thema auch praktisch umzusetzen.Gefördert wird das umfangreiche Projekt von der bw-Stiftung.

 

Aber was steckt hinter diesem Thema? Die Grundidee ist simpel: All unser Handeln hat Auswirkung auf die Ökonomie, die Ökologie, auf soziale und kulturelle Aspekte. Nur ist uns das meist nicht bewusst. Die billige Jeans entlastet unseren Geldbeuten, belastet aber die Umwelt – und vor allem die Gesundheit der Kinder die bei der Produktion ausgebeutet werden. Solche Zusammenhänge zu erkennen und evtl. das eigene Handeln darauf hin zu überdenken – das ist das Kernziel der ‚BNE'.

Durch genaues Hinschauen kann vieles erkannt werden! Bild: NABU, T. Zigann
Durch genaues Hinschauen kann vieles erkannt werden! Bild: NABU, T. Zigann

Doch fragt man Praktiker, die mit Kindern Naturpädagogik draußen machen, haben die zwar schon oft was „von BNE gehört“ aber so richtig verstanden, was das Ganze soll und ob das nicht doch nur 'Umweltbildung mit einem neuen Namen' ist – da ist man sich nicht sicher. Die PH Ludwigsburg ist daher auf den NABU Baden-Württemberg zugekommen, um BNE in die Praxis eines Naturschutzverbandes zu bringen. Gemeinsam mit dem NABU Kreisverband Esslingen, der PH und dem NABU-Landesverband erarbeiten wir nun ganz konkrete Aktionstipps, was eine NABU-Familiengruppe zum Thema BNE veranstalten könnte. Dabei werden nicht völlig neue Ideen gesponnen, sondern die bereits vorhandenen bekannten und beliebten Aktionen um das Bewusstsein dieser Zusammenhänge ergänzt. Wie lässt sich vermitteln, dass Streuobstwiesenschutz auch über den Einkaufskorb möglich ist?

Bild: NABU, Grötzinger
Bild: NABU, Grötzinger

Das Besondere an diesem Projekt: Die Aktionstipps werden nicht nur einfach in theoretischen Gesprächsrunden erdacht sondern ganz konkret mehrfach in der Praxis ausprobiert und optimiert. Das Projekt wird zudem wissenschaftlich evaluiert, sodass sich überprüfen lässt, ob bei den Kindern und den Familien auch was von den vermittelten Botschaften ankam.  

 

Bisher gibt es wenig Material zum Thema BNE, das sich konkret in der Elementarpädagogik - sprich für die ganz kleinen Naturschützer zwischen 4 und 7 Jahren - umsetzen lässt. Und es wird spannend sein herauszufinden, ob eine Bildung für nachhaltige Entwicklung auch bei den Eltern der Kinder etwas bewirkt – denn sie sind es oft, die über ihr Konsumverhalten Vorbilder oder eben auch keine Vorbilder für ihre Kinder sind.